Sensible Gesellschaft der Information

Februar 4th, 2008

Die Veranstaltungsreihe «Verletzlichkeit der Informationsgesellschaft» im Rahmen der Informatica08 wirft einen kritischen Blick auf die heutige Informationsgesellschaft. Die sechs Abendveranstaltungen sensibilisieren für Risiken, die sich aus der Abhängigkeit von der Informations- und Kommunikationstechnik ergeben.

zum Problem der offenen/geschlossenen Informationsgesellschaft etwas ausführlicher darstellt. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Es würde mich sehr freuen, wenn sich in ihrem Verein jemand findet, der/die an der Veranstaltung gerne das Referat übernehmen würde. Im Falle eines konkreten Interesses könnte sich die Person direkt an Lorenz Hilty wenden

Die Empa führt diese Reihe gemeinsam mit der Stiftung Risikodialog durch. Sponsor ist die Zurich
Versicherung. Die Veranstaltungsreihe richtet sich an die interessierte
Oeffentlichkeit, nicht an ein Fachpublikum.

Siehe auch http://www.risiko-dialog.ch/verletzlichkeit

Private Film & Gambling Night

Februar 2nd, 2008

Das geschenkte Roulette von Gino auf Fabians 30. Geburtstag nehmen wir
als Anlass für unseren “Film & Gambling Night”. Punkt 19:30 fangen wir mit einem passenden Film zum Thema an. Ab 22:00 Uhr rollt der Rubel mit Roulette, Black-Jack und Poker.

Um beim Film gucken Störungen zu Vermeiden, bitten wir um pünktliches
Erscheinen ab 19:00 Uhr. Leute, die später kommen wollen, müssen Leider
auf den Film verzichten und erhalten gerne Einlass ab 21:45.

Um die Bank fürs Roulette zu äufnen, bitten wir die Roulette-Spieler
um eine Einmaleinlage von CHF 20. Wird die Bank gesprengt, verlieren
alle ihre Einlage, wenn die Bank Gewinn macht, wird dieser am Ende des
Abends anteilsmässig ausbezahlt.

Wir bitten euch um Mitbringsel wie Bier, Knabberwaren und was ihr sonst
noch so rumstehen habt. Anmeldung & Casino-Garderobe sind Pflicht!

Defekte Kabel im Mittelmeer

Januar 31st, 2008

Defekte Glasfaserkabel im Mittelmeer beschränken Internetverkehr mit Indien

Vor Alexandria haben gestern Mittwoch offenbar ankernde Schiffe zwei Glasfaserkabel beschädigt. Nach Angaben lokaler Medien konnten die Schiffe bei starken Sturm nicht in den Hafen einlaufen und mussten ausserhalb ankern. In der Folge war der Internetverkehr in den durch die Kabel versorgten Länder, vor allem im Nahen Osten, Indien und Sri Lanka, stark eingeschränkt.

Gemäss Agenturmeldungen soll die Störung Bandbreiteneinbussen von bis zu 70 Prozent und teilweise gar einen Komplettausfall verursacht haben. Betrieben wird das Netz vom Telekommunikationsunternehmen Flag Telecom Group und dem Konsortium Sea-Me-We 4.

AFP meldet heute, die Reparaturarbeiten würden etwa 15 Tage dauern, dann könne der normale Betrieb wieder aufgenommen werden. In Indien sind gemäss Rajesh Chharia, Präsident eines indischen ISP-Verbands, indische Technologie- und Software-Unternehmen oder Call Center, die Online Services vor allem an der US-Ostküste und in Grossbritannien bereitstellen, am schlimmsten betroffen. Viele davon rerouten nun durch den Pazifik. Da damit allerdings deutliche Bandbreiteneinbussen verbunden sind, leiden Sprach- und Datenservices erheblich.

http://www.flagtelecom.com
http://www.seamewe4.com

Swiss Gettogether Aftermeeting

Januar 27th, 2008

https://wiki.chaostreff.ch/24C3_Swiss_Gettogether_Aftermeeting
27.1.08
Chat auf #freiecomputer

hallo Norbert, wie war’s gestern im Dock18?
Wegen gestern… Ich musste aus Termingründen früher gehen, habe also keinen vollständigen Eindruck…
gibt es irgendwelche neuen action items für FreieComputer daraus oder ein Protokoll?
Sehr positiv ist, dass sich tatsächlich ca 8 Leute getroffen haben mit der echten Absicht, etwas positic zu bewegen und dafür auch zusammenzuarbeiten
Ich denke, Hernani macht ein Protokoll
Das tönt gut.
was war denn das gestern?
ein Treffen zum “Jahr der Informatik”
ach ja? gut!
nebenbei: danke an arevamp für das protokoll des gestrigen chat’s per e-mail
wo war das denn gestern?
ein paar Leute haben sich getroffen und diskutiert, wie “wir” (=Leute aus CCCZH/FreieComputer/SIUG etc etc Umfeld) auf den Zug aufspringen und davon profitieren können
im Dock18
Es scheint machbar zu sein, z.B. eine Podiumsdiskussion zu einem Thema wie “Freie Software - die Chance für die Schweiz!? zu organisieren
Kannst du das Protokoll des Treffens wie unser Chat-Protokoll an die persönlichen E-Mail-Adressen des FreieComputer-Teams weiterleiten, wenn es da ist?
ja, klar
Schön wäre natürlich, wenn so eine Veranstaltung in einem entsprechenden Rahmen stattfinden könnte und nicht nur Insider anspricht
lese gearde die webseiten vom get together und von informatica08
der eröffnungsevent ist wohl übermorgen im hyatt
überlege gerade ob ich hinfahre
nope, gehe nicht hin: Teilnahme nur mit persönlicher Einladung und bestätigter Anmeldung
arevamp: Umbi hat gemeint, es sollte möglich sein, so ein Podium z.B. an der ETH zu machen
wer isn umbi?
Weiss ich nicht, aber es hat ja viele linux-leute an der ETH
marcus_home: war gestern am Treffen, und ist im Vorstand von so einem Informatik-Banchenverband (er sagt, dem grössten der Schweiz) und hat dadurch gute Kontakte zu informatik08-Leuten
SwissICT? SI?
IIRC SwissICT oder so ähnlich
ok. such mal aus unter http://www.swissict.ch/vorstand.html
Eine Veranstaltung an der ETH wäre sicher nicht schlecht, da könnten wir ja dann zum Beispiel im Gang ein paar Freiecomputer als Demo aufstellen..
norbert hat gerade kurz über die Veranstaltung im Dock18 von gestern erzählt
hernani hat auf der chaosliste davon berichtet
unter was läuft denn die chaosliste?
swiss-chaos@chaostreff.ch http://sonne.alt-f4.ch/cgi-bin/mailman/listinfo/swiss-chaos
laut hernani “unmoderiert und unzensiert” :D
andreas, wer ist denn dieser mathias steiger vom sus?
Das ist ein Arbeitskollege von Theo’s Frau
gratuliere übrigens noch zum verkauf des zweiten laptop!
ich hab gerade noch mario geschrieben, wegen einem treffen für die kleber
Theo macht offensichtlich für die SUS (Stiftung Umwelteinastz Schweiz www.umwelteinsatz.ch ) Infomatik-Support: sie arbeiten anscheinend schon einige Zeit mit Linux im Büro und da Mathias jeden Tag zwischen Zürich und Bern pendelt, wollte er nun einen Laptop, um die Zeit zum Arbeiten nutzen zu können…
ach so! tolle sache! Ist das denn das gleiche Modell wie Norberts?
War also eher ein “Insider-Geschäft” ;-)
weil wenn ja, wäre ein Image gleich was tolles, damit du die suspend sachen etc nicht zweimal machen musst..
Nein, es ist ein 12″-Modell, muss die Spezifikationen noch im lx-office nachtragen..
ja, ja, Norbert und ich haben nun einige Zeit mit tuxonice gebastelt und langsam kommen wir der Sache näher..
tuxonice ? tönt so galaktisch :D
Aber das tönt gut!
Auf meinem Laptop habe ich es nun auch unter Kubuntu 7.10 installiert und zumindest über den Konsolenaufruf funktioniert suspend2disk nun sehr schenll und einwandfrei, sogar mit eingesteckter Ethernet-PC-Card und angehängtem USB-Stick…
www.tuxonice.net
Eine sehr aktive Gruppe Leute. Norbert und ich haben uns auch auf der Mailingliste eingeschrieben.
Toll! Bist Du auch an der nächsten Ubuntu Release Party? Weil eine Kollegin hat auf dem Laptop etwas Probleme mit dem suspend unter ubuntu, vielleicht könntest Du ihr ein paar heisse Tipps geben?
apropos Ubuntu party: findet das Ganze jetzt in zurigo oder bern statt?
Keine Ahnung, habe nur die Infos von dir dazu gesehen. Ich hatte bisher noch keinen persönlichen Kontakt mit den CH-Ubuntu-Leuten.
Wäre aber sicher super, mit ihnen in Bezug auf FreieComputer.ch zusammenzuarbeiten.
Finde auch deine Idee, dort nach Support-Leuten zu suchen, prima.
Dann ist jetzt DIE gelegenheit ^^ sind sehr sympatische Leute, das Netztier vom Swiss Team wollte sich glaubs auch auf der freiec liste eintragen
habe mit ihnen am letzten ubuntu stammtisch über freiecomputer gesprochen
sie scheinen durchaus interessiert..
Ich werde auf jeden Fall was vorbereiten, wie am cosin, kleine präsi oder so
Ich habe die Installations-Infos von beiden bisherigen FreieComputer-Laptops im Wiki des Ubuntu LaptopTestingTeams eingetragen, da ich diese Datenbank sehr nützlich für uns finde
Das ist aber erst im Mai, oder?
Soweit kann ich im Moment noch nicht planen, da wir voraussichtlich dazwischen noch zügeln müssen :-(
Wegen deiner Kollegin ist es wahrscheinlich schlauer, sie meldet sich mal direkt bei uns, bzw. am besten wäre, wenn sie mal an einen unserer Linux-Workshops am Mittwoch um 17.30 kommt.
Das ist der Ort, wo wir solche Fragen besprechen können. Momentan braucht es für tuxonice noch einen Kernelpatch und das ist dann doch etwas mehr als ein kurzer Tipp…;-)
och, soo dringen ists nicht, im moment bastelt sie noch selber dran rum :D
Schick ihr doch mal den Link auf https://wiki.ubuntu.com/LaptopTestingTeam, falls sie den nicht schon kennt. Wenn ihr Laptop da aufgeführt ist, kann sie sich bei den Leuten, die das gleiche Modell haben, Hilfe holen. Wenn ihr Modell noch nicht dabei ist, wäre es super, wenn sie eine neue WIKI-Seite dazu eröffnet…
Ich habe übrigens seti kurzem mich etwas mit dem Projekt linuxbios beschäftigt, das nun neu coreboot heisst. Das ist auch für FreieComputer sehr interessant: so könnten wir sogar auf der BIOS-Ebene alle proprietäre Software rausschmeissen und nur noch GPL-lizensierte Firmware benutzen….:-)))
ach du liebe zeit :D ambitiöse Ziele! Aber so geht uns wenigstens nicht die arbeit aus !
das schoene an oss ist: nie langeweile!
Die Konfigurationsmöglichkeiten sind dadurch auch viel besser, z.B. kann so bereits via BIOS ein Linux-Kernel geladen werden
Zum Teil geht es dort im Moment noch etwas abenteuerlich zu, –> z.B. Auflöten von Chips auf einem aktuellen AM2-Board
Wenn ich etwas besser den Überblick habe, werde ich mal auf der Mailingliste darüber berichten.

SLOW THEORY

Januar 26th, 2008

SLOW THEORY: Öffentliches Kolloquium

3. Februar 2008, 10-13 Uhr und 14-17 Uhr, Theaterhaus Gessnerallee

Schwindel & Das Imaginäre
oder: Das Bodenlose als Provokation

Zu künstlerischer und theoretischer Arbeit gehört das Schwindelerregende und die Bodenlosigkeit, nichts ist selbstverständlich. Im Herstellen eines Ausgangspunktes der eigenen Arbeit ist man oft mit fragilen oder negativen Momenten konfrontiert. Bartleby aus Melvilles gleichnamigen Roman produziert das Bodenlose, in dem er mit den Worten «I would prefer not to» alle Arbeiten verweigert. Negation ist nicht lähmend, nicht als blockierendes «Dagegensein» zu verstehen, sondern als produktive ästhetische und gesellschaftliche Strategie, die einen Zwischenraum zwischen Sein und Nicht-Sein-Können, zwischen Handlungsfähigkeit und Verzweiflung darstellt.

Mit:
Silvia Henke (Kulturwissenschaftlerin, Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern)
Gerhard Gamm (Professor für Philosophie, Technische Universität Darmstadt)
Gertrud Koch (Professorin für Filmwissenschaft, Freie Universität Berlin)
Dagmar Reichert (Humangeografin und Dozentin an der Zürcher Hochschule der Künste)

Kuratiert und moderiert von: Gesa Ziemer (Philosophin, Institut für Theorie an der ZHdK Zürich)

Im Anschluss: 19.00 Uhr Publikumsgespräch zu Tine Van Aerschot und dem Imaginären

Im Rahmen von “I imagine…”, einer Projektreihe von Theaterhaus Gessnerallee, Siemens Arts Program und Institut für Theorie (ith) an der ZHdK.
Die weiteren Veranstaltungen der ersten Programminsel unten und unter www.gessnerallee.ch

Weitere Veranstaltungen innerhalb der 3. Insel:
1.2. 19, 20.30, 22 Uhr / 2.2. 19, 21.30, 23 Uhr

Orthographe: Orthographe de la physionomie en mouvement

Die italienischen Newcomer machen das Publikum durch eine Camera Obscura zu Zeugen vergangener Forschungen über Hysterie. 2. 2./ 3.2. jeweils 20 Uhr

Tine Van Aerschot / Claire Marshall:
I have no thoughts and this is one of them
Claire Marshall, grandiose Schauspielerin von Forced Entertainment, bringt in diesem Monolog das bewegende Portrait einer ziellosen Frau auf die Bühne, die beschlossen hat, nicht aufzugeben. 3.2. ab 12 - 17 Uhr, Museum für Gestaltung

La Ribot: Laughing Hole
Der internationale Perfomance-Star La Ribot kreiert mit über 1′200 handbeschrifteten Kartons eine verrückte Welt der Worte, in der sich Bedeutungen schwindelerregend schnell verschieben. Der Raum wird zum semantischen Schlachtfeld.

I imagine - Das Imaginäre als Provokation
Vierteilige Veranstaltungsreihe mit Performances und Theorie, Theaterhaus Gessnerallee Zürich

4. und letzte Insel:
Peinlichkeit & Das Imaginäre
12.-13. April 2008

Outlook

Institut für Theorie ith
Zürcher Hochschule der Künste ZHdK
Hafnerstrasse 39, CH-8005 Zürich
Telefon +41 43 446 65 00
info.ith@zhdk.ch
www.zhdk.ch / www.ith-z.ch

Jérôme Kerviel

Januar 26th, 2008

Am Wochenende entdeckt die französische Großbank Société Générale, dass ihr 31-jähriger Mitarbeiter Jérôme Kerviel einen Milliardenverlust angehäuft hat. Am Montag stürzen weltweit die Aktienkurse ab, allein die Firmen im deutschen Dax büßen innerhalb weniger Stunden 60 Milliarden Euro an Wert ein. Am Dienstag fallen die Kurse weiter, bis sich die US-Notenbank Fed schließlich genötigt sieht, die Notbremse zu ziehen und die Zinsen massiv zu senken.

Wie hängt das alles zusammen? Ist der junge Mann schuld am größten Börsencrash der letzten Jahre? Hat er die angesehene Fed unter ihrem Chef Ben Bernanke zu etwas gezwungen, was diese eigentlich gar nicht tun wollte?

Die Theorie existiert zumindest. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos machen Gerüchte die Runde, wonach die Société Générale der Auslöser für die Turbulenzen dieser Woche gewesen sein soll. Demnach habe die Bank die schlechten Positionen, die sie am Wochenende entdeckt hat, am Montag massenweise auf den Markt geworfen. Frei nach dem Motto: Lieber gleich reinemachen, als später noch größere Verluste zu erleiden.

Bei den verkauften Papieren soll es sich um sogenannte Futures gehandelt haben, also Wetten auf künftige Kursentwicklungen. Möglicherweise waren darunter auch Dax-Futures - was erklären würde, warum der deutsche Leitindex so massiv einbrach. Verstärkend kam hinzu, dass am Montag wegen eines Feiertags in den USA nur wenige potentielle Käufer am Markt waren. Wegen der fallenden Kurse gerieten die Anleger in Panik, verkauften ihrerseits Aktien und lösten damit die Abwärtsspirale aus.

Kerviels Scheingeschäfte hätten zweifellos “die Situation verschlimmert”, sagt David Buik vom Investor Cantor Index. Auch Howard Archer von Global Insight geht davon aus, dass die plötzlichen Verluste bei der Société Générale “sehr wohl zu der Unruhe beigetragen haben”.

Besonders pikant: Die US-Notenbank hat vor ihrer Zinssenkung am Dienstag nach eigenen Angaben nichts von dem Betrugsfall bei der Société Générale gewusst. Nur die französische Zentralbank wurde schon am Wochenende informiert. Man stehe aber nach wie vor zu der Zinsentscheidung, teilte die Fed heute mit.

“Ich halte es für völlig abwegig, dass ein einzelner für die Ereignisse der Woche verantwortlich sein soll”, sagt Hans-Peter Schwintowski, Bankenexperte an der Humboldt-Uni in Berlin. “Ich wüsste nicht, wie das gehen soll.” Der Verlust der Société Générale von knapp fünf Milliarden Euro sei zwar eine stolze Summe. “Die weltweiten Kapitalmärkte lassen sich davon aber nicht beeinflussen.”

Die gleiche Vermutung äußert ein Analyst einer deutschen Großbank, der nicht genannt werden möchte. “Die Informationslage ist nicht sehr gut. Aber es ist schwer vorstellbar, dass einer allein das alles gemacht haben soll.” Nur wenn man die Papiere im Wert von fünf Milliarden Euro auf einen Schlag auf den Markt werfe, und wenn diese Titel allesamt ähnlich seien - zum Beispiel Dax-Titel -, dann könne man etwas bewirken. Möglich, dass es so gewesen ist. Nur sicher weiß man es nicht.

Quelle: Spiegel.de

Teramento

Januar 26th, 2008

Eine obskure japanische Firma will an mehreren Großunternehmen - darunter Sony und Toyota - die Mehrheit erworben haben. Die Finanzaufsichtsbehörden in Tokio teilten gestern mit, sie gehe den Behauptungen der Teramento Corporation nach.

Die Angaben des Unternehmens wurden von den entsprechenden Firmen umgehend zurückgewiesen. “Das ist undenkbar, wenn man den normalen Menschenverstand walten lässt”, sagte ein Sony-Sprecher.

Teramento hatte angemeldet, für insgesamt etwa 190 Milliarden Dollar jeweils 51-prozentige Anteile an Sony , Toyota, dem Pharmakonzern Astellas, dem Kommunikationsunternehmen Nippon Telegraph and Telephone , Mitsubishi Heavy Industries und Fuji Television Network erworben zu haben.

Den eigenen Angaben zufolge mischt das im November vergangenen Jahres gegründete Unternehmen in mehreren Branchen mit, darunter der Informationstechnologie, der Luftfahrtindustrie und der Atomenergie. Von dem Unternehmen äußerte sich zunächst niemand.

Quelle: Orf.at

After the Beep

Oktober 31st, 2007

AFTER THE BEEP ist eine Ausstellung im Auftrag der Haute Ecole d‘Art et de Design
de Genève (HEAD), kuratiert von Damian Jurt und Izet Sheshivari

Das Projekt wrude von der „Haute Ecole d‘Art et de Design de Genève“ (HEAD) in Auftrag gegeben, mit dem Ziel die Werke ehemaliger Kunststudenten einem Publikum ausserhalb von Genf vorzustellen. Die Austellung AFTER THE BEEP wagt den Versuch einerseits auf die Bedürfnisse der Absolventen der „Haute Ecole d‘Art et de Design“ einzugehen, andererseits sich mit aktuellen Fragen der kuratorischen Praxis auseinanderzusetzen. Das Konzept der Ausstellung nimmt Bezug zu den multiplen Formen zeitgenössicher Kunst und will ihre Themen, die sich in konstanter Veränderung befinden, hinterfragen.

Aufgrund ihrer Recherchen haben Jurt und Sheshivari festgestellt, dass sich die Verbindungen und der Austausch zwischen den Kunstschulen bzw. den jungen Kunstschaffenden der Kunstzentren der Schweiz (Genf, Zürich, Basel) auf einem reduzierten Niveau befinden. Diese Situation erscheint paradox in Anbetracht der vielfachen Kommunikationsformen und Austauschmöglichkeiten unserer Zeit.

Aufgrund dieses Missstandes wurde ein Projekt erarbeitet, welches eine Auswahl
von Arbeiten Genfer Absolventen zeigt. Die Ausstellung in Basel und Zürich soll den Kontakt zwischen Basler, Zürcher und Genfer Künstler fördern.

Zwei Räume stehen zur Verfügung. Der eine befindet sich in Basel (Kasko), der andere in Zürich (Dock 18). Trotz der Distanz handelt es sich um eine Ausstellung. Beide Räume gehören zum nationalen Kunstraumnetzwerk OFF/OFF. Die Räume OFF/OFF kultivieren
einen aktiven Austausch untereinander. Das Projekt soll den jungen Kunstschaffenden, die direkt oder indirekt in das Projekt involviert sind, zu Gute kommen.

KURATORISCHES KONZEPT

Der erste Raum, das Dock 18 in Zürich, zeigt Arbeiten von Beat Lippert, Sophia Bulliard, André Tavares und Fabienne Radi. Die Werke zweier Künstler, darunter Olivier Desvoignes, werden uns von der Galerie J (Raphael Juillard) zur Verfügung gestellt. Der zweite Raum, das Kasko in Basel, zeigt eine Reproduktion der Ausstellung in Zürich. Das heisst, in Basel werden Projektionsflächen zu sehen sein, die die Ausstellung (die Werke in ihrer räumlichen Anordnung) des Dock 18 zeigen. Die Ausstellung von Zürich wird also gleichzeitig in Basel zu sehen sein, einfach in digitaler Reproduktion.

Öffnungszeiten

Dieses Projekt dauert zwei Wochen (07. 12. 2007 - 17. 12. 2007). Das Dock 18 wird während 10 Tagen (07. 12. 2007 - 16. 12. 2007) für die Ausstellung offen sein und das Kasko für ein Wochenende (14./15./16. 12. 2007). 6. Dezember 2007: Vernissage im Dock 18, Zürich

Teilnahme

Interessierte Basler Künstler kommen ins Kasko, wo sie einen künstlerischen Beitrag zu der projizierten Austellung leisten können. Die eingeladenen Künstler können im Rahmen dieses Wochenendes in performativer oder materieller Art etwas zu der projizierten Ausstellung hinzufügen. Performances können vor Ort erarbeitet werden. Auf eine spielerische Art und Weise soll so ein „Treffen“ von Genfer und Basler Künstlern entstehen. Wo bleiben eigentlich die Zürcher Künstler in diesem Konzept? Haben die nichts beizutragen?

Zitate und Diskurs

Die Ausstellungsmacher zitieren Walter Benjamin und die technische Reproduzierbarkeit des Kunstwerkes sowie Martin Burckhardt, Der Schatten der Dinge. Ueber Jahrhunderte hat die Kunst die Einzigartigkeit als Maxime für sich beansprucht. Doch spätestens seit der technischen Reproduzierbarkeit von Kunstwerken1 ist der Diskurs um das Verschwinden des Orginals allgegenwärtig. Diese Debatte ist durch die Digitalisierung und deren massenhaften Verbreitung durch das Internet verschärft worden. Die digitale Kunst, da sie aus einer beliebig austauschbaren und editierbaren Datenmenge, lässt die Flüchtigkeit des Orginals noch drastischer erscheinen. Wir gehen von der Annahme aus, dass sich diese Tendenz weiterentwickeln wird und somit die Vergleichgültigung von Kunstwerken neue Fragestellungen aufwerfen wird. Ist also die Kunst durch ihre Allgegenwärtigkeit vom Verwschwinden bedroht2? Und was bedeutet das für die Künstler?

Das Verschwinden des Originals

Das Dock 18 in Zürich, zeigt Arbeiten, die sich mit dem Verschwinden des Orginals befassen. Der zweite Raum, das Kasko in Basel, zeigt eine digitale Reproduktion von der Austellung in Zürich. Durch diesen aktuellen Diskurs, sehen wir uns veranlasst, den (Basler) Künstlern die Möglichkeit zu geben anhand ihrer Projekte im Kasko Position zu beziehen.

Grenze zwischen kuratorischer und künstlerischer Arbeit

Auch soll die Frage gestellt werden, wo sich die Grenze zwischen kuratorischer und künstlerischer Arbeit befindet. Kann man das Dispositif im Kasko auch als ein Kunstprojekt betrachten oder ist es lediglich das Austellungsdisplay ?

KÜNSTLER, Kuratoren oder was bleibt übrig? Wer existiert und wer nicht?

Fabienne Radi stellt eine Baumwollfahne mit den Massen 200 x 150 cm vor, in der
Das Digitale zur Materie wird. Diese Arbeit stellt die Umkehrung des Digitalisierungsprozesses dar: Ein Transformationsprozess. Die Mire (Fernsehtestbild) ist auch als Symbol der Leere zu betrachten. Sie ist das Symbol des Sendeschlusses, sie steht als Symbol für das Nicht-Signal.

Beat Lippert, Untitled, Installation, 80 cm x 160 cm, untersucht die Idee der unendlichen Reproduktion. Das Orginal droht dabei in der Masse zu verschwinden. Die Materie verändert sich bei gleichbleibender Erscheinung. Was bleibt dabei übrig ?

Sophia Bulliard behandelt mit der Videoprojektion Somes jobs (20 min) die Frage der Nicht-Existenz der Arbeit. Die Künstlerin zeigt 5 Portraits von 5 Personen, wovon 4 Personen einen fiktiven Beruf zeigen. Der Betrachter weiss letztendlich nicht welche Berufe wirklich existieren und welche nicht.

André Tavares zeigt Untitled Lambdaprints auf Alluminium in schwarz/weiss, 42/33 cm und behandelt dabei die Reproduzierbarkeit von Kunstwerken. Wie nimmt der Betrachter das Vermischen von Fiktion und Realität wahr und was für Schlüsse zieht er dabei für sich?

Galerie J, (Raphael Juillard) , VW, Golf Galerist: Raphael Juillard Assistentin: Marianne Guarino-Huet, Nathalie Rebholz. Die Galerie J wird an der Austellung nicht präsent sein. Die Arbeiten von Olivier Desvoignes und Körner Union, die durch die Galerie J zur Verfügung gestellt werden, lassen die Absenz der Galerie J präsent werden. Die gezeigten Arbeiten Thematisieren die Absenz von der Galerie J. Existiert eine Arbeit wenn man ihr den Kontext entzieht und wird sie damit zu einer anderen Arbeit ?

DAMIAN JURT/ IZET SHESHIVARI
Damian Jurt und Izet Sheshivari arbeiten seit März 2007 als kuratoraisches Team. Das Team erarbeitet und leitet kuratorische Konzepte. Damian Jurt: Kurator, Künstler, Musiker und Izet Sheshivari: Kurator, Künstler, Verleger, Musiker

PARTNER

HEAD, Haute Ecole d‘art et de design de Genève (Geneva University of Art and Design), Kaskadenkondensator - Projektraum für aktuelle Kunst und Performance in Basel und Dock18 - Raum für Medienkulturen.